Montag, 25. Juni 2012

West Coast – Teil 3

Eigentlich wollte ich von Westport in Richtung Nelson weiterfahren, doch das halbwegs gute Wetter am nächsten Tag ließ mich spontan bis nach Karamea, den nördlichsten Teil der Südinsel weiterfahren. 

einmalige Landschaft der Westcoast am Morgen

Karamea, Operara Basin

Ca. 150 km nördlich von Westport liegt dieses kleine Dörfchen ziemlich abgeschieden vom Rest der Welt. Heute war ich ein bisschen vorsichtiger und meldete mich zuerst im Hostel, damit wenigstens jemand Bescheid wusste, bevor ich erneut in den Dschungel aufbrach.
Weiter im Norden von Karamea führt eine ziemlich holprige und enge Schotterstraße etwa 20 km in den Dschungel zum Operara Basin. Hier befinden sich spektakuläre Kalksteinbögen und die gesamte Karstlandschaft ist vom urtümlichen Regenwald bedeckt. Moosbärte hingen überall von den Bäumen, Meterhohe Farne und Palmen säumten den Weg, dichte Nebelschwaden hingen über dem Fluss und nur gedämpftes Licht drang durch die Blätter.

Neuseelands Markenzeichen
Auch hier begann es zu Regnen und so besuchte ich als erstes die Crazy Paving und die Box Canyon Höhlen. Mit der Taschenlampe ausgerüstet kann man dies Höhlen auch auf eigene Faust erkunden. Nur sollte man sich vor den Spinnen in der Höhle in Acht nehmen…

Crazy Paving Cave


Box Canyon Cave
Der weitere Weg führte zum 200 m lange und 37 m hohen Oparara Arch, der den Oparara River überspannt – einfach nur beindruckend!!

der Weg durch den Dschungel,...

...vorbei an unzähligen kleinen Bächen.


ein kleiner Teil des Oparara Arch

tja, am niedrigsten Teil des Tunnels kommt man fast bis zur Decke ;-)
Zwar nur 43 m lang und 19 m hoch, aber dennoch beeindruckend war der Moria Gate Arch. Der Rundweg führte auch am Mirror Tarn, einem kleinen versteckten Teich vorbei. 

Mirror Tarn

ein idyllisches Plätzchen in Nirgendwo...

der etwas "kleinere" Moria Gate Arch

Unterhalb des Bogens...

...sieht man manchmal auch schon Gespenster ;-)
Der Regen wurde immer mehr und das Licht immer weniger und fast hatte ich das Gefühl, bei all den Höhlen und wilden Bächen auf der Strecke den Weg verloren zu haben, doch zum Glück habe ich wieder bis zum Auto zurück gefunden. Mittlerweile war es schon stockfinster und vom Parkplatz aus holperte ich wieder auf der vom Regen leicht überfluteten Schotterstraße zurück zum Hostel – fast wie in Jurassic Park, aber zum Glück ohne Dinos ;-)

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