Donnerstag, 28. Juni 2012

The far north of the south – Teil 4

Bevor ich heute Nelson verließ machte ich noch eine kleine Wanderung zum "Center of New Zealand", dem geographischen Mittelpunkt von Neuseeland.

Panorama über Nelson

Center of New Zealand

Picton

Von Nelson ging heute die Reise weiter Richtung Picton über den Queen Charlotte Drive. Auf der steilen Küstenstraße schlängelt sich die Straße auf engen Kurven durch den Queen Charlotte Sound. 



In Picton war auch meine Endstation der Reise durch die Südinsel. Nach 3.060 km habe ich innerhalb sehr kurzer Zeit die meisten Winkel der Südinsel bereist und Morgen geht es dann mit der Fähre über die Cook Straße auf die Nordinsel.

Hafen von Picton

Bob's Bay
Abendstimmung in Picton



The far north of the south – Teil 3

Nelson

Von Motueka ging die Reise weiter über die schöne Bucht von Mapua und Rabbit Island bis nach Nelson. Nach den ganzen kleinen Dörfern fühlte ich mich in der 43.500 Einwohnerstadt Nelson wieder wie in einer Großsstadt. Wegen der Kombination aus tollem Wetter, schöner Landschaft, beliebten Kunstevents und charmanten Holzhäusern wird Nelson als eine der lebenswertesten Städte Neuseelands gepriesen.

die Bucht von Mapua
Strand von Rabbit Island

Rabbit Island


Nelson

The far north of the south – Teil 2

Der Hostelbesitzer in Motueka gab mir einige sehr gute Tips für den Ausflug in den Abel Tasman National Park und die Golden Bay. Da sehr viel auf dem Programm stand, brach ich schon sehr zeitig in der Früh auf. Die Strecke führte über den extrem kurvenreichen Takaka Hill, vorbei an einigen sehr schönen Aussichtspunkten rund um den Abel Tasman Park. 
 

Ausblick über den Abel Tasman Nationalpark
Dieser Nationalpark ist Neuseelands meistbesuchter Nationalpark und im Sommer kann man die Wanderrouten im Gänsemarsch absolvieren. Er nimmt das nördliche Ende einer Kette von Marmor- und Kalksteinhügeln ein, die im Kahurangi Nationalpark beginnt und von Höhlen und Löchern durchsetzt ist. Traumhafte Strände und Küstenabschnitte laden im Sommer zum Baden und Relaxen ein. Im Winter ist die Natur genauso bezaubernd, jedoch ist kaum etwas los. 



Wainui Falls

Entlang der traumhaften Strände des Abel Tasman Drive war der erste Ausflug des Tages eine Wanderung zu den Wainui Falls, einige sehr schöne Wasserfälle tief im fast märchenhaften Wald des Nationalparks. Auf der Strecke mitten im Nirgendwo traf ich dann auch zufällig auf zwei Österreicher, wie klein doch die Welt ist ;-)... 

Neuseelandfächerschwanz

Wainui Falls

Wainui Forest

Farewell Spit & Golden Bay

Von dort ging es dann weiter ganz in den Westen der Südinsel zum Farewell Spit. Das unwirtliche, offene, außergewöhnliche Farewell Spit ist ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung und ein bekanntes Vogelschutzgebiet. Den 35 km langen halbmondförmigen Strand säumen gigantische Dünen, von denen aus man einen weiten Blick über die Golden Bay hat. Da diser nördlichste Teil der Südinsel nur in geführten Touren zugänglich ist, begnügte ich mich "nur" mit dem Aussichtshügel und einem Spaziergang durch dutzende Schafherden zum Fossil Beach.

Farewell Spit

Pukeko


Fossil Beach

Fossil Beach
Fossil Beach

Wharariki Beach

Auf dem abgelegenen und einsamen Strand sieht man mächtige Sanddünen, hoch aufragende Felsspitzen und wenn man Glück hat auch eine Robbenkolonie. Leider war bei mir der Strand leer - jedoch bot sich eine einmalige Abendstimmung, indem die Sonne den ganzen Land in ein goldenes Licht tauchte. Der einzige Nachteil war der extrem starke Wind, wo ich kämpfen musste, um nicht abzuheben! Das führte auf dem Strand zu einem heftigen Sandsturm, sodass ich die Stimmung nur teils genießen konnte...




Cape Farewell

Gleich nebenan liegt das Cape Farewell, der westlichste Punkt Neuseelands.

2 Sekunden bevor es zu Hageln anfing am Cape Farewell...

Eigentlich hatte ich vor, mir ein Hostel in der Nähe von Collingwood zu suchen, doch auf Grund des Winters hatten alle Hostels den ganzen Küstenabschnitt geschlossen und so fuhr ich bei dem einsetzten Schneesturm über den kurvenreichen Takaka Hill zurück nach Motueka - fast wie Weihnachten ;-)




The far north of the south – Teil 1

Hope Saddle, Motueka

Nachdem ich die Nacht in der sehr ausgefallenen Hippie-Gemeinschaft gut überstanden habe, machte ich mich am Morgen sofort auf den Weg über Westport und den Hope-Saddle zum Marlborough Sound in den Norden der Südinsel. Für die sehr kurvenreiche Strecke benötigte ich doch einige Stunden und so ließ ich den Abend gemütlich im Hostel in Motueka ausklingen.

von Karamea nach Motueka...
...durch die schöne hügelige Landschaft
Panorama Hope Saddle
Hope Saddle (467m)

Montag, 25. Juni 2012

West Coast – Teil 3

Eigentlich wollte ich von Westport in Richtung Nelson weiterfahren, doch das halbwegs gute Wetter am nächsten Tag ließ mich spontan bis nach Karamea, den nördlichsten Teil der Südinsel weiterfahren. 

einmalige Landschaft der Westcoast am Morgen

Karamea, Operara Basin

Ca. 150 km nördlich von Westport liegt dieses kleine Dörfchen ziemlich abgeschieden vom Rest der Welt. Heute war ich ein bisschen vorsichtiger und meldete mich zuerst im Hostel, damit wenigstens jemand Bescheid wusste, bevor ich erneut in den Dschungel aufbrach.
Weiter im Norden von Karamea führt eine ziemlich holprige und enge Schotterstraße etwa 20 km in den Dschungel zum Operara Basin. Hier befinden sich spektakuläre Kalksteinbögen und die gesamte Karstlandschaft ist vom urtümlichen Regenwald bedeckt. Moosbärte hingen überall von den Bäumen, Meterhohe Farne und Palmen säumten den Weg, dichte Nebelschwaden hingen über dem Fluss und nur gedämpftes Licht drang durch die Blätter.

Neuseelands Markenzeichen
Auch hier begann es zu Regnen und so besuchte ich als erstes die Crazy Paving und die Box Canyon Höhlen. Mit der Taschenlampe ausgerüstet kann man dies Höhlen auch auf eigene Faust erkunden. Nur sollte man sich vor den Spinnen in der Höhle in Acht nehmen…

Crazy Paving Cave


Box Canyon Cave
Der weitere Weg führte zum 200 m lange und 37 m hohen Oparara Arch, der den Oparara River überspannt – einfach nur beindruckend!!

der Weg durch den Dschungel,...

...vorbei an unzähligen kleinen Bächen.


ein kleiner Teil des Oparara Arch

tja, am niedrigsten Teil des Tunnels kommt man fast bis zur Decke ;-)
Zwar nur 43 m lang und 19 m hoch, aber dennoch beeindruckend war der Moria Gate Arch. Der Rundweg führte auch am Mirror Tarn, einem kleinen versteckten Teich vorbei. 

Mirror Tarn

ein idyllisches Plätzchen in Nirgendwo...

der etwas "kleinere" Moria Gate Arch

Unterhalb des Bogens...

...sieht man manchmal auch schon Gespenster ;-)
Der Regen wurde immer mehr und das Licht immer weniger und fast hatte ich das Gefühl, bei all den Höhlen und wilden Bächen auf der Strecke den Weg verloren zu haben, doch zum Glück habe ich wieder bis zum Auto zurück gefunden. Mittlerweile war es schon stockfinster und vom Parkplatz aus holperte ich wieder auf der vom Regen leicht überfluteten Schotterstraße zurück zum Hostel – fast wie in Jurassic Park, aber zum Glück ohne Dinos ;-)