Nachdem sich Philipp wieder nach Hause verabschiedet hatte, fuhren wir zu viert weiter in das Zentrum Malaysiens. Mit dem Mietauto fanden wir dann schlussendlich auch ohne Navi aus dem Großstadtdschungel raus, in den richtigen Dschungel.
Mit seinen 130 Millionen Jahren alten tropischen Dschungel ist der Taman Negara das älteste Waldgebiet der Erde. Unter dem Einfluss von Eiszeiten, Klimaschwankungen oder Veränderungen des Meeresspiegels haben sich viele Teile der Welt verändert, aber auf der Malaiischen Halbinsel sind die Verhältnisse jedoch relativ stabil geblieben und die Tier- und Pflanzenwelt konnte sich ohne größere Störungen entwickeln und fortbestehen. Wie wir leider leidvoll selbst feststellen mussten, ist das Klima ganzjährig tropisch, mit hoher Luftfeuchtigkeit.
In der Zentralregion ist das Gebiet von Bergen durchzogen, am Rand ist
es hügelig. Zahlreiche Flüsse entspringen in den Bergregionen. Mit 2187
Meter ist der Gunung Tahan am höchsten.
Im Reservat kommen zahlreiche Großtierarten, wie der asiatische Elefant, der Leopard, Wildschweine, Hirsche und Affen vor. Darunter sind auch vom Aussterben bedrohte Tiere wie der Malaysia-Tiger, der Schabrackentapir und das Sumatra-Nashorn. Über 600 Voglearten, 1000 verschiedene Schmetterlinge wurden gezählt. Schlangen, Termiten, Spinnen, Käfer und andere Insekten leben in großer Vielfalt in den Naturreservat.
Das Gebiet ist ein beliebtes Ziel vieler Touristen für (teils mehrtägige) Wanderungen und so sind am Eingang zum Nationalpark kaum mehr exotische Tiere zu beobachten. Die einzigen Tiere die wir neben Affen, einer Schlange und tausenden von Insekten zu Gesicht bekommen waren die eher lästigen Blutegel.
Wir blieben für 2 Nächte in einem Hotel in Kuala Tahan und machten von hier aus Wanderungen durch den Dschungel.
Canopy Walkway
Kuala Trenggan (Wanderung)
Neben dem Canopy Walkway, der über Hängebrücken durch die Baumgipfel führt, machten wir auch eine ziemlich anstrengende 6-stündige Wanderung nach Kuala Trenggan. Da die Wegbeschreibungen und die Kilometerangaben nur ungefähr zutrafen, war die Wanderung doch eher mühsam.
| ohne Worte... |
| mit einem Lappen im Gepäck lassen sich alle Hürden meistern... ;-) |
Doch auch nach allen Anstrengungen gab es immer die Möglichkeit sich in einem der kühlen Flüsse abzukühlen...
...auch wenn man dabei nicht unbeobachtet blieb ;-)!
In diesem Gebiet leben auch einige Orang Asli, die indiogenen Ureinwohner Malaysiens und Teile Thailands.


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